HFC Falke e.V. – FC Alsterbrüder (5. Spieltag)

Saison 2017/2018

Bezirksliga Nord

5. Spieltag

Rudi-Barth-Stadion

12:00 Uhr

 

HFC Falke – FC Alsterbrüder 6:3 (2:1)
Rudi-Barth-Stadion (Rasen), Waidmannstr. 17, 22769 Hamburg
Sonnabend, 26.08.2017, 12:00 Uhr

 

Neun Tore – Tag der offenen Tore an der Waidmannstraße! Torjäger Tobi Leuthold kam bestens erholt aus seinem Urlaub zurück und schnürte bei bestem Fußballwetter gleich mal einen Viererpack. Das sind die Rahmendaten in einem Spiel, welches vorher als Verfolgerduell tituliert werden konnte, da der Vierte auf den Fünften traf.

 

In der ersten halben Stunde war vom Torwahnsinn allerdings noch nichts zu sehen. Der FCA presste teils hoch und ließ wenig zu, konnte selber aber auch wenig zielführende Angriffe initieren. Leuthold (22. / 28.) hatte sein Visier noch nicht eingestellt und Haras blockte Rastetters Schuss (31.).

 

In der 36. Minute war Schluss mit dem Sommerfußball. Leuthold, von Theißen bedient, jagte den Ball aus rund 30 Metern in den linken oberen Knick. Nur drei Minuten später zeigte Neuzugang Theißen, der in den 90 Minuten ein belebendes Element im Falken-Spiel war, seine Qualität. Auch mit unfairen Mitten nicht zu stoppen, brachte er den Ball zu Leuthold und dieser im Tor der Alsterbrüder unter.

 

Statt das Zu-Null in die Pause zu bringen, folgte die Antwort der Gäste kurz vor dem Seitenwechsel. Rastetter wurde am Sechzehner nicht attackiert und traf sehenswert aus der Drehung zum Anschlusstreffer (43.). Durch den Aussetzer von Drude, der innerhalb von wenigen Sekungen erst Gelb und dann die Ampelkarte wegen Meckern sah, war die Stimmung beim FCA kurz getrübt.

 

Dies änderte sich aber zu Beginn der zweiten Hälfte, in der die Tore nur so fallen sollten. Dobirr und Ritter waren uneinig, wer das Leder aus der Gefahrenzone bringen soll, und Heinrich nutzte diese Einladung zum 2:2 (47.). In den Folgeminuten wirkte Falke, ähnlich wie beim Sasel II-Spiel, kurz angeknockt, doch konnte Alsterbrüder daraus kein Kapital schlagen. Mit einem Bastian-Konter, den FCA-Keeper Kühn parieren konnte, begann sich der HFC wieder besser zu sortieren.

 

Eine Grienig-Ecke, die Kühn fallen ließ, stocherte Lorenzen in Richtung Tor, wo Bastian zum 3:2 (55.) einschoss. Die Defensive war auf beiden Seiten nicht sattelfest. So konnte Ritter eine Flanke nicht kontrollieren und Joker Niebuhr (zwei Minuten auf dem Feld) traf zum erneuten Ausgleich (70.) ins verwaiste Falken-Tor. Die Antwort folgte von, natürlich, Tobi Leuthold. Grienig spielte einen Freistoß kurz, eigentlich auf den falschen Fuß, doch für einen Mann in Topform kein Problem. Zwei Bewegungen und die herbeigeeilten Abwehrspieler liefen ins Leere, Schuss aus 22 Metern, flach schlug der Ball ein – 4:3 (73.). So einfach kann Fußball sein!

 

Bräuer fand – nach starker Einzelaktion – seinen Meister in Moritz Kühn (75.). Auf der Gegenseite konnte sich Ritter gegen Wulf (76.) auszeichnen. Ansonsten fanden die Gäste kein Mittel gegen die nun defensiver agierende Hellmann-Elf. Stattdessen befasste sich der komplette FCA-Tross mit dem Schiedsrichter-Trio, kommentierte nahezu jede Entscheidung und musste nicht nur diverse Karten hierfür hinnehmen, sondern auch Trainer Brüning wurde hinter die Bande verwiesen. Die Nachspielzeit war gerade angelaufen, als Rastetter seine Mannen per Foul in doppelte Unterzahl brachte. Übrigens waren seine beiden „Gelben“, die zum Platzverweis führten, die einzigen auf Alsterbrüder-Seite, die nicht durch Meckern zustande gekommen waren.

 

Noch war nicht Schluss und das fußballerische Highlight sollte erst folgen: Leuthold, in einem Konter von Bastian angespielt, setzte weit vor dem Strafraum zu einem Lupfer an und vollendete perfekt über den mitleidenswerten Kühn zum 5:3. Wenn dass das Ergebnis der Fußballkunst ist, sollten wir unsere Spieler häufiger an den Strand von Rio schicken…

 

Der finale Akt war Dennis Grienig vorbehalten, der einen Oehlenschläger-Pass zum 6:3-Endstand veredelte. Somit hat sich Falke für das anstehende Spitzenspiel bei Tabellenführer ETV warm geschossen und weist derzeit den besten Angriff der Bezirksliga Nord aus.

 

Aufstellung HFC Falke:

14 Anton Ritter – 3 Christopher Dobirr, 31 Onno Lorenzen, 5 Damian Haras – 2 Hagen Bastian, 6 Dennis Grienig, 16 Dennis Theißen, 21 Timo Wedler (ab 20.: 11 Angelo Litrico) – 30 Yannick Bräuer (ab 78.: 33 Timo Oehlenschläger) – 8 Keven Herrmann (ab 64.: 27 Jan Ramelow), 22 Tobias Leuthold
Trainer: Dirk Hellmann

 

Tore: 1:0 Leuthold (36. / Vorlage Theißen), 2:0 Leuthold (39. / Theißen), 2:1 Rastetter (43.), 2:2 Heinrich (47.), 3:2 Bastian (55. / Lorenzen), 3:3 Niebuhr (70.), 4:3 Leuthold (73. / Grienig), 5:3 Leuthold (90.+2 / Bastian), 6:3 Grienig (90.+4 / Oehlenschläger)

 

Zuschauer: 291

 

Gelbe Karte (HFC Falke): Bräuer, Ramelow, Theißen

 

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rot für Drude (Alsterbrüder) wegen wiederholtem Meckern (45.), Gelb-Rot für Rastetter (Alsterbrüder) wegen wiederholtem Foulspiel (90.+1)

 

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