Eimsbütteler TV – HFC Falke e.V. (6. Spieltag)

Saison 2017/2018

Bezirksliga Nord

6. Spieltag

Sportplatz Eimsbütteler TV

20:15 Uhr

Eimsbütteler TV – HFC Falke 4:2 (1:0)
Hoheluft (Kunstrasen), Lokstedter Steindamm 75, 22529 Hamburg
Freitag, 01.09.2017, 20:15 Uhr

 

Tobias Leuthold schraubte sich hoch und kam zum Kopfball, den Falke-Anhängern stockte der Atem, aber Hausherren-Keeper Motzke war unten (72.). Es wäre der Doppelpack gewesen, der Ausgleich zum 2:2. Doch das war er nicht. „Ich wäre gespannt gewesen, wie ETV darauf reagiert hätte“, so Christopher Dobirr, der ähnlich wie alle Anwesenden ein temporeiches und enges Bezirksliga-Spiel sah.

 

Allerhöchstes Niveau“

ETV-Coach Beyer bilanzierte nicht zu unrecht auf dem Internetportal FussiFreunde: „Das war ein überragendes Spiel zweier richtig guter Mannschaften. Das war ein Spiel auf allerhöchstem Niveau. Das hatte nichts mehr mit Bezirksliga zu tun, sondern kann durchaus mit höherklassiger Leistung verglichen werden.“

 

Dabei agierten unsere Falken in Durchgang eins zu zögerlich, liefen zumeist hinter. Die Führung durch Jaw Asante nach Hereingabe von Janek Buggeln war überfällig (32.): Kurz zuvor rettete Dobirr noch in höchster Not, aber Sekunden später traf Asante das Leder erneut voll und versenkte gekonnt. „Wir hatten uns einen Matchplan zurecht gelegt, da kann man dann sagen, der ist nicht aufgegangen“, so Coach Hellmann, der genauer erklärte: „Wir waren uns der Eimsbütteler Spielweise bewusst, wollte darauf mit schnellem Umschaltspiel reagieren. Allerdings waren unsere Bälle in die Spitze zu ungenau, die Räume waren nicht besetzt oder wir haben die Bälle nicht festgemacht. Alles drei zusammen ergibt keine Entlastung, kaum Szenen nach vorne. Ich habe der Mannschaft in der Pause gesagt, dass ich das auf meine Kappe nehme und wir jetzt wieder unseren Fußball spielen. Ich glaube, das können wir als Learning aus der Partie nehmen: Mehr unser Spiel entwickeln und dieses auch durchziehen. Dass es immer Themen gibt, die in eine Spielvorbereitung mit einfließen ist klar, aber insgesamt haben wir die erste Hälfte verschenkt. In der zweiten haben wir unser Gesicht gezeigt.“

 

Dieser zweite Durchgang begann mit einem Rückschlag für unsere Jungs. Konter ETV: Grienig brach verletzungsbedingt den Sprint ab, Pauli nutzte dies und hämmerte die Kugel aus 14 Metern halbrechte Position unter die Latte (53.). Falke kämpfte weiter und wurde belohnt: der eingewechselte Heath bediente Leuthold, Linksschuss und der Anschluss war hergestellt (58.). Jetzt eine kleinere Druckphase vom HFC, der das Spiel immer wieder breit machte, das Anlaufen der Gastgeber wurde weniger. Wirkliche Torraumszenen waren aber Mangelware, da die ETV-Defensive gut geordnet stand und auch die hohen Bälle an die „Roten“ gingen.

 

Ein weiteres schnelles Umschalten des ETV führte nach einem Haras-Foul zum Freistoß, die Mauer löste sich komplett auf und der Ball fand über den Pfosten den Weg in die Maschen (76.). Entscheidung? Keineswegs! Freistoß aus dem Halbfeld von Ramelow, Theißen stand am höchsten und Motzke griff daneben – 3:2 (86.). Den Schlusspunkt setzte allerdings Appiagyei als Falke in der Nachspielzeit einen eigenen Freistoß nicht gefährlich vor das Gehäuse bekam und der Angreifer eiskalt konterte.

 

HFC Falke: Ritter – Dobirr, Lorenzen, Haras – Bastian (84. Spranger), Litrico – Theißen, Grienig (55. Heath), Bräuer – Leuthold, Herrmann (72. Ramelow)

 

Tore: 1:0 Asante (32.), 2:0 Pauli (53.), 2:1 Leuthold (58., Vorlage Heath), 3:1 Dane (76.), 3:2 Theißen (86., Ramelow), 4:2 Appiagyei (93.)

 

Gelbe Karten (Falke): Theißen, Haras, Bastian, Litrico

 

Zuschauer: 247

 

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