Hoisbütteler SV – HFC Falke e.V. (18. Spieltag)

Saison 2017/2018

Bezirksliga Nord

18. Spieltag

Kay Weber Platz

19:30 Uhr

 

Hoisbütteler SV – HFC Falke 5:2 (2:1)
Kay Weber Platz (Kunstrasen), Bullenredder 9, 22949 Ammersbek
Freitag, 24.11.2017, 19:30 Uhr

 

Harte Realität ohne Grundtugenden

Böse Auswärtsschlappe in Hoisbüttel

 

Es war die weiteste Auswärtsfahrt des Spielplans. Über 20 Kilometer raus in den Hamburger Norden zum abstiegsbedrohten Hoisbütteler SV. An einem Freitag im Feierabendverkehr sicher keine Freude, aber auch keine Ausrede für die dargebotenen ersten 30 Minuten, in denen unsere Elf zwar mehr Ballbesitz hatte, aber den Hausherren mit mangelnder Passgenauigkeit, schlechten Zweikampf- und Umschaltverhalten sowie viel zu großen Abständen zwischen den Mannschaftsteilen komplett in die Karten spielte.

 

Nach zehn Minuten rettet Henrik Petersen bereits doppelt auf der Linie, zwei weitere gefährliche Aktionen wurden zuvor im letzten Moment geblockt – ein Wachmacher? Von wegen, unsere Falken blieben lethargisch. Aus 18 Metern traf Christopher Knoth zur völlig verdienten Führung (13.). Zwei Minuten später musste Onno Lorenzen erneut in höchster Not retten. Von Falke in der Offensive rein gar nichts zu sehen, einfallslose lange Bälle fanden dankbare Abnehmer in der aufmerksamen Hoisbütteler Defensive.

 

Das 2:0 dann sinnbildlich: Ballverlust, große Abstände, Lorenzen ohne Zugriff nachdem er rausrücken musste, Pass in die Tiefe, Dobirr und Kirchner beide von der Geschwindigkeit des Nick Juckenack überrascht (24.). Dass es nicht zum dritten Mal klingelte, war dann Fänger Kirchner zu verdanken, der im Eins-vs.-Eins die Oberhand behielt (28.).

 

Frischer Wind, aber das Spiel kippt nicht

 

Die erste Ecke und Abschlussversuch (Schönfeld per Kopf) nach einer guten halben Stunde. Das Trainerteam reagierte mit der frühen Einwechslung von Grienig, der fortan für Lühr das Geschehen beleben sollte. Scheinbar schien dies zu fruchten: Keven Herrmann wurde gerade noch geblockt (35.). Der Druck nahm nun zu, vermehrte Standardsituationen. Eine davon führte zum Erfolg: Grienig brachte die Kugel herein, diese kam per Faustabwehr des Torstehers direkt zu ihm zurück, einen Haken und ein beherzter Flachschuss später stand es 2:1 (41.). Diesen frischen Wind nahm Falke auch in den zweiten Durchgang mit. Die Gastgeber wurden nun regelrecht eingeschnürt, konnte sich kaum dem Offensivdrang erwehren. Der Kopfball von Damian Haras aus fünf Metern noch zu unplatziert (52.), aber Theißens traumhafte Flachhereingabe von rechts nutzte Keven Herrmann zum Ausgleich (55.). Der Torschütze verpasste eine Zeigerumdrehung später den Zeitpunkt zum Querpass auf den mitgelaufenen Schönfeld und wurde im eigenen Abschluss entscheidend behindert (56.). Nach einem Leuthold-Freistoß kam Schönfeld völlig frei zum Kopfball, Jens Heck parierte (62.).

 

Aber sind wir ehrlich, insgesamt hatten wir 20 gute Minuten im Spiel.“

 

Im Gegenzug nahm das Unheil seinen Lauf, denn Henrik Petersen mit einem folgenschweren Fehlpass am eigenen Sechszehner, Marco Vogler zog ab und traf flach zum 3:2 (63.). Schockzustand beim HFC! Diagonalball von Hoisbüttel, Kirchner erstarrt auf der Linie, im Fünfer nahm erneut Vogler den Ball volley – 4:2 (66.). „Sicher hatten wir nach dem Ausgleich das Momentum. Hoisbüttel wirkte direkt nach der Halbzeit unorganisiert und wir waren endlich bissig im Spiel und haben sie vor Herausforderungen gestellt. Aber sind wir ehrlich, insgesamt hatten wir 20 gute Minuten im Spiel. Das kann langen, wenn du in deiner Defensivarbeit eine gewisse Sicherheit vorweisen kannst, da sind wir aber Lichtjahre von entfernt“, so die harte Bilanz von Trainer Hellmann.

 

Das Match war entschieden, zwar war den Falken – unter beständiger Anfeuerung von Außen – das Bemühen nicht abzusprechen. Wirklich gefährlich wurde es aber selten, ein Dobirr-Kopfball konnte Heck abwehren (90.+3), auf der Gegenseite konterte Hoisbüttel eiskalt: Lasse Fechner per Flugkopfball zum Endstand (90.+5).

 

„Die Niederlage hat auf sehr harte Art und Weise gezeigt, wie wichtig die Grundtugenden im Fußball sind. Einstellung und Konzentration beginnen bei der Trainingswoche und müssen sich auch in der direkten Spielvorbereitung widerspiegeln. Diese 90 Minuten tun extrem weh, da wir einen großen Schritt in die Verfolgergruppe hätten machen können. Wir erwarten in der nächsten Begegnung eine deutliche Reaktion der Mannschaft“, so Hellmann abschließend.

 

HFC Falke: Kirchner – Bastian, Lorenzen (77. Brehmer), Haras, Dobirr – Petersen, Theißen – Lühr (31. Grienig), Leuthold, Herrmann – Schönfeld (67. Oehlenschläger)
Trainer: Hellmann

 

Tore: 1:0 Knoth (13.), 2:0 Juckenack (24.), 2:1 Grienig (41.), 2:2 Herrmann (55., Theißen), 3:2 Vogler (63.), 4:2 Vogler (66.), 5:2 Fechner (90.+5)

 

Gelbe Karte (HFC Falke): Bastian

 

Zuschauer: 126

 

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