VfL 93 – HFC Falke e.V. (BZL Nord, 21. Spieltag)

Saison 2018/2019

Bezirksliga Nord

BZL Nord, 21. Spieltag

Borgweg

19:00 Uhr

 

VfL 93 Hamburg – HFC Falke 4:4 (1:1)
Borgweg-Stadion (Rasen), Südring 3, 22303 Hamburg
Freitag, 08.03.2019, 19:00 Uhr

 

Es war eine Partie die mit einer bemerkenswerten Aktion begann und mit einer furiosen Schlussphase endete. Acht Minuten waren gespielt, da zeigte Schiedsrichter Maziarz auf den Punkt im VfL-Strafraum, doch korrigierte er seine Entscheidung umgehend. Auf Nachfrage bestätigte ihm nämlich Thomas Koster, dass es kein Foulspiel war, so dass das Spiel mit Schiedsrichterball fortgesetzt wurde. Absolutes fairplay!

 

Wenig später gelang den Gästen doch die Führung. Koster mit der Hereingabe und Briegert mit dem langen Bein zur Führung – 0:1 (15.)! Falke zwar weiter bemüht, doch kamen dabei nur wenig zwingende Chancen heraus. Die noch beste vergab Nicolai, als er keinen Druck hinter den Ball bekam (18.).

 

Und aus dem Nichts fiel der Ausgleich. Bröcker etwas übermotiviert in der Vorwärtsbewegung, verlor den Ball und foulte in dieser Szene nahe des Mittelkreises seinen Gegenspieler. Jonathan Dinse zog den Freistoß direkt auf das Tor, und der Ball wurde länger und länger und senkte sich hinter Wendt, der hierbei unglücklich aussah, ins Tor (32.). Einzig ein abgefälschter Rathmann-Schuss sorgte vor dem Seitenwechsel noch für Aufregung (44.).

 

Falke tat sich insgesamt schwer auf dem extrem tiefen Boden, zudem igelte sich der VfL 93 mehr und mehr in der eigenen Hälfte ein. Beinahe folgerichtig, dass die beste Gelegenheit in dieser Phase einer Standardsituation entsprang. Briegerts Kopfball wurde noch von einem grün-gekleideten Akteur von der Torlinie gekratzt (52.).

 

Die Tore fielen stattdessen auf der Gegenseite. Ein Grienig-Fehlpass wurde prompt bestraft und Meyer versenkte den Steilpass flach zur Führung (65.). Zehn Minuten später stand Rathmann sträflich frei vor Wendt und köpfte gar zum dritten Treffer für die Hausherren ein (75.).

 

Falke wechselte offensiver und die Joker sollten alle noch eine wichtige Rolle spielen. Nachdem Schönfeld eine Flanke verpasst hatte (71.) und Briegert über das Gehäuse zielte (81.), wurde Koster gelegt, so dass der HFC doch noch zu einem Strafstoß kommen sollte. Gonzalez verkürzte auf 2:3 (82.). Falke hatte es fortan eilig und warf alles nach Vorne – kassierte auf dämliche Weise das nächste Gegentor. Grienig, bei einer eigenen Ecke letzter Mann zehn Meter in der VfL-Hälfte, vertändelte den Ball gegen Schüler, der freistehend vor Wendt auf Dinse querlegte – 4:2 (89.).

 

Die Entscheidung!? Mitnichten! Der Falke pushte sich ein letztes Mal, attackierte über links, der Ball kam über Bräuer und Briegert in den Fünfmeterraum, wo „Stevie“ im Kopfballduell Florian Brandt zu einem Eigentor zwang (90.+2). Weiter ging es in der insgesamt fünfminütigen Nachspielzeit: Falke eroberte den Ball, einen langen Ball verarbeitete Bräuer exzellent und bediente Briegert, der zum vielumjubelten Endstand traf – 4:4 (90+4).

 

Gegen einen Abstiegskandidaten nur einen Punkt zu holen, lässt auf zwei verlorene schließen. Doch war das Unentschieden, ob seiner Entstehung enorm wichtig für die Moral der Mannschaft, die wie in der Vorwoche spät traf. Und wie sagte Trainer Hellmann im Anschluss: „Dieser eine Punkt kann noch sehr wertvoll sein.“

 

Aufstellung HFC Falke:

32 Marco Wendt – 6 Dennis Grienig, 34 Henrik Petersen, 31 Onno Lorenzen, 16 Philip Bröcker (ab 77.: 30 Yannick Bräuer) – 25 Finn Hanke, 26 Darius Nicolai (ab 69.: 9 Steven Schönfeld) – 14 Shahin Taheri (ab 63.: 15 Sebastian Gonzalez), 33 Thomas Koster, 13 Alexander Briegert – 7 Timo Riemer

Trainer: Dirk Hellmann

 

Tore: 0:1 Briegert (15. / Vorlage Koster), 1:1 Dinse (32.), 2:1 Meyer (65.), 3:1 Rathmann (75.), 3:2 Gonzalez (81., FE / Foul an Koster), 4:2 Dinse (89.), 4:3 Brandt (90.+2, ET / Briegert), 4:4 Briegert (90.+4 / Bräuer)

 

Zuschauer: 252

 

Gelbe Karten (HFC Falke): Bröcker, Bräuer, Grienig

 

 

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