Christian Bieberstein, Schatzmeister

 

Kinder, die Zeit rennt…..

 

Was vor mehr als drei Jahren begonnen hat, findet nun im November sein Ende. Auf der Mitgliederversammlung im November, wird meine Tätigkeit als Schatzmeister des HFC Falke e.V. sein Ende finden und neue Leute werden Verantwortung übernehmen.

 

Für mich persönlich ist dies nun auch der Zeitpunkt um ein Fazit zu ziehen und einen Blick zurück zu werfen. Die letzten drei Jahren waren unfassbar intensiv und lehrreich. Alles was in diesem Verein passiert ist, jede Entscheidung die getroffen wurde haben wir zum größten Teil zum ersten mal getroffen. Das man – im Nachgang – nicht jede Entscheidung wieder so treffen würde, ist wohl normal – aber gerade die Naivität in der Anfangsphase war unfassbar lehrreich. Die Entwicklung die der Verein in den letzten Jahren genommen hat, war so sicherlich nicht zu erwarten – dies gilt sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne.

 

Für einen Verein, dessen Fundament das Ehrenamt ist, sind wir an vielen stellen unfassbar professionell aufgestellt und viel zu oft, erkennen wir diese Leistung gar nicht an. Zwar ist eine gewisse Form der Zufriedenheit auch immer gleichbedeutend mit einer gewissen Art des Stillstandes, aber nichts desto trotz sollte man sich hier und da mal anschauen, was da in den letzten Jahren passiert ist.

 

Aber ist gibt auch die Kehrseite und bis heute hat es der Verein und seine Mitglieder nicht geschafft eine nachhaltige Diskussionskultur zu etablieren. Es wird, gerade in der letzten Zeit sehr viel übereinander, aber nicht miteinander gesprochen. Hunderte von Mitgliedern zu haben, bedeutet auch die schier unmögliche Herausforderung, hunderte von Strömungen und Meinungen unter einen Hut zu bringen. Das dies einem Verein nicht immer in Gänze gelingen wird, ist wohl leider Realität. Ich wünsche mir, dass wir als Mitglieder uns diesem Problem offen Stellen und gemeinsam daran arbeiten, dass sich jeder in diesem Verein zuhause fühlt. Das Präsidium ist hier sicherlich gefordert die entsprechenden Kanäle und Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen, aber wir als Mitglieder müssen diese auch nutzen und mit Leben füllen.

 

Mit Leben füllen musste ich vor drei Jahren auch meine Aufgabe als Schatzmeister. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich sicherlich eine Menge Erfahrung im Bereich der Gremienarbeit habe, die Rolle des Schatzmeisters wurde mir aber auch nicht in die Wiege gelegt. Nahezu alles war Neuland und wenn ich heute daran denke, wie unsere erste Mitgliederdatei aussah, dann sind wir da heute schon Lichtjahre weiter. Dennoch fällt mein persönliches Fazit am Ende der Amtszeit eher durchwachsen aus. Nachdem die ersten beiden Jahren noch durchaus gut waren, habe ich gerade im letzten Jahr leider nicht mehr alles unter einen Hut bekommen. Studium, Ehrenamt und berufliche Verpflichtungen in Einklang zu bringen, ist mir bisweilen einfach nicht gelungen. Ein Resultat daraus ist, dass man viel zu oft Sachen zu spät erledigt hat und gewisse Themen nicht so anschieben konnte, wie man es vielleicht wollte. Die Konsequenz daraus habe ich für mich bereits im Frühjahr diesen Jahres gezogen und sehr früh entschieden, nicht mehr zu kandidieren. Ein Amt inne zu haben, bedeutet eben auch Verantwortung und ich kann und möchte diese Verantwortung nicht mehr tragen, da ich den enormen zeitlichen Aufwand mit meinen privaten und beruflichen Verpflichtungen nicht mehr in Einklang bringen kann.

 

Ich möchte die letzten Zeilen nutzen und mich bei jedem bedanken, der diesen Verein mit Leben füllt und unterstützt. Danke den vielen ehrenamtlichen Helfern, Förderern, Unterstützern und diskussionsfreudigen Mitgliedern. Danke an die sportliche Leitung und die zahlreichen Spieler für unfassbar schöne Siege und auch für lehrreiche Niederlagen. An dieser Stelle möchte ich mich auch persönlich bei unseren beiden Rechnungsprüfern bedanken. Keine Ahnung wie oft wir uns bei Union getroffen und diskutiert haben – in der Sache durchaus äußerst hart, aber stets fair und respektvoll.

 

Ein großer Dank geht auch an das Präsidium. Die drei Jahre waren unfassbar intensiv und das in jeglicher Hinsicht. Ich werde die Abende und Nächte ebenso vermissen, wie den Blick auf den WhatsApp Chat, wenn mal hunderte von Nachrichten ausgetauscht wurden.

 

Im höchsten Maße möchte ich mich aber bei allen bedanken, die mich gerade während meiner zahlreichen Phasen unterstützt haben, in denen ich gesundheitliche Probleme hatte. Euer Verständnis und die Unterstützung werde ich sicherlich nicht vergessen und bin dafür sehr sehr dankbar!

 

Mein letzter Dank geht aber an meine Freunde, Familie und im speziellen an meine Frau, die sehr oft auf mich verzichten musste und mich immer unterstützt hat, wenn es darum ging die ganzen Termine und Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen.

 

Dankbar rückwärts, mutig vorwärts

Euer Ossi

 

 

Partner des HFC Falke e.V.: