Frank Suding, Stellv. Präsident

 

Wo ist denn die Zeit geblieben? Vor drei Jahren wurde der HFC  Falke mit viel Herzblut und Emotionen gegründet, nachdem die große bisherige Fussballliebe durch die Ausgliederung, der emotionalen Basis beraubt wurde.

 

Karin ruft an, erfreut nahm ich den Anruf an, doch die  Stimme gehörte eindeutig nicht meiner Freundin. Ohne Punkt und Komma wurde ich von Tamara gefragt, ob ich nicht als Vize kanidieren möchte. Ich erbat mir Bedenkzeit, flog in Urlaub, saß tiefenentspannt am Meer, hörte es rauschen und fand die Idee auf einmal ganz klasse. Ich kann nicht immer nur meckern, wenn man etwas verändern will, dann muss man auch selbst ein Amt bekleiden und sich selbst kümmern. Der Rest ist ja bekannt. Schnell wurde mir klar, jetzt bin ich Doppel-Vize…..

 

Drei Jahre Falke sind wie im Flug vergangen und aus Freizeit wurde Falkezeit. Wenn ich zurückblicke und sehe, wie aus einer fixen Idee im Brausebrand ein Verein entstanden ist, der mit zwei Herrenmannschaften erfolgreich im Hamburger Amateurfussball unterwegs ist, kann man durchaus sagen, das der HFC Falke sehr schnell flügge geworden ist.

 

Die Entwicklung von Falke war auch für mich eine Weiterentwicklung, in menschlicher und persönlicher Hinsicht. Wenn ich darüber nachdenke, mit welcher Naivität ich an das ganze Thema rangegangen bin, muss ich heute schon über mich selbst schmunzeln. Viele Ideen und Vorstellungen waren im Kopf, wie man alles besser, schöner und schlauer machen kann.

 

Doch dann kam die bittere aber auch immer wieder schöne Realität. Aus 1-2 Präsidiumssitzungen wurden schnell 3 Sitzungen, Stammtische, AK-Treffen, Treffen mit Trainern, Mannschaftsratsitzungen, Treffen mit Obmännern oder sowieso Gott und der Welt. Nicht zu vergessen, dass wir auch noch externe Termine haben, wie z.B. mit dem Verband, der Stadt, dem Steuerberater, dem Anwalt, unserem Ausrüster sowie dem Sportartikelhändler. 

 

Ich denk schon, dass wir ein hohes Level vorgelebt/vorgelegt haben, wenn der Anspruch von uns allen ist, dass wir noch mehr wollen, dann brauchen wir noch mehr Manpower.

 

Sicherlich lief nicht immer alles rund, was aber wiederum einen Lerneffekt hatte, und dazu führte, dass nochmal darüber nachgedacht wurde und dann eine bessere Entscheidung getroffen wurde. Wir haben aus Fehlern immer versucht zu lernen.

 

Irgendwie fühlte man sich immer wie ein Jongleur, es kam immer wieder ein neuer Ball dazu und teilweise jonglierten wir noch nicht ganz sicher mit der vorherigen Anzahl.

 

Natürlich gab es auch Rückschläge. Die Stammtische zum Beispiel. Die wurden immer gefordert, doch die Stammtischbeteiligung war meist mau. Die Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern wäre hier auch zu nennen, denn es ist mehr als nur schwierig, mal eine verbindliche Aussage zu erhalten.

 

Was immer wieder anspornte, waren die vielen Ehrenamtlichen, die unheimlich viel Zeit investieren. Und die Krönung war natürlich, dass wir drei Aufstiege bzw. Meisterschaften erleben durften – fast immer mit allem drum und dran. Highlights gab es viele, mein „Dauerhighlight“, waren allerdings die Freitagsabendspiele. Das ist für mich das, wie ich mir Falke vorstelle. Der Spieltag wird komplett von uns organisiert, wir nutzen die Anlage alleine, habe eine gute Atmosphäre am Spielfeldrand, da wir dicht dran sind.  Ich will die Freitagabendspiele wieder haben!

 

Schwierig fand ich das Thema Kommunikation. Vielleicht nicht unbedingt aus meiner warte, aber grundsätzlich. Kommunikation und Informationsaustausch ist eben keine Einbahnstraße. Es gibt sowohl die Hol- als auch die Bringschuld. Anfänglich habe ich versucht es allen recht zu machen und jede Meinung zu hören. Mittlerweile muss ich allerdings sagen, dass wir viele Informationen geben und wenn es weitere oder andere Fragen gibt, dann muss man auch mal fragen.

 

Und manchmal, da fragte ich mich: Warum engagiert sich der oder diejenige nicht einfach, der/die sich gerade so bitterlich beschwert hat? Wenn man etwas verändern will oder etwas verbessern möchte, muss man sich nämlich eben auch selbst engagieren. Wir haben gemacht was wir konnten,  das was auch der Kalender und/oder Familie hergab, wenn das nicht genug ist, bedeutet es, dass mehr Leute Aktive werden müssen.

 

Die Frage ob ich aus Falkezeit wieder Freizeit machen möchte, stellte sich nicht wirklich.  Bisher hat sich ja auch noch keine anderer Motvierter gefunden, daran arbeite ich….

 

 

Partner des HFC Falke e.V.: