Tamara Dwenger, Präsidentin

 

Falkenfieber ist nicht heilbar!

 

War es nicht gestern? Der Tag der Gründung von Falke scheint mir beim besten Willen nicht über 3 Jahre her… Ähnlich geht es mir mit unseren 1.Spielen am Sportplatzring, die Pokalschlacht gegen Buchholz (die seitdem zu unseren Riesenfans auf Twitter gehören :-). Es hat sich was entwickelt, was sich mit Worten nicht beschreiben lässt. Eine Gemeinschaft in der ich und für die ich gerne aktiv bin. Google hat mir gerade gesagt, dass ich heute 1243 Tage im Amt bin und ich glaube die Tage an denen ich mich gefragt habe, warum ich das eigentlich mache bewegen sich im niedrigen zweistelligen Bereich und das hat viele Gründe, die ich hier mal versuche aufzuzählen.

 

Die Menschen die Falke zu dem machen wie es ist, sei es nun neben oder auf dem Platz. Der Respekt mit dem wir uns hier begegnen. Die Werte die wir haben und auch dieses wunderbare Gemeinschaftsgefühl. Bei der Gründung des Vereins hatten wir das alle irgendwie im Hinterkopf, aber vielfach ging es da um die Verarbeitung eines Traumas. Das Trauma seinen Verein zu verlassen. Das ist verdammt nochmal nicht einfach und das hat lange lange sehr sehr weh getan. Doch während andere sich ausgiebig in ihrem Leid suhlten, haben wir einen Verein gegründet. Das ist kein Vorwurf, jeder geht mit einer Trennung anders um und das gilt es zu respektieren. Ich habe dieses HSV-Trauma ganz gut verarbeitet und kann heute ohne Groll in Richtung Volkspark blicken. Ja manchmal passieren da komisch Dinge, aber das ist nun nicht mehr meine Baustelle. Ich kämpfe für etwas. Für einen Verein in dem es darum geht leistungsorientierten Fußball zu spielen, aber auch in einem Verein in dem der Mensch – egal ob Fan oder Spieler – zählt. In einem Verein in dem Menschen miteinander reden, verstehen warum manchmal Dinge so sind wie sie sind. In Problemen keine Dramen zu sehen sondern die Herausforderung lösen und gestärkt aus der Situation hervorzugehen. Und es gab viele Herausforderungen, viele konnten gelöst werden. Manchmal hat es länger gedauert, manchmal ging es schnell. Manche Herausforderungen gehen in die Verlängerung. Und das ist überhaupt nicht dramatisch, denn wir sind ein ehrenamtlich geführter Verein. Nein ich zähle hier nun nicht auf wie viele Stunden ich für Falke aufgewendet habe. Denn ich mache das freiwillig und es ist meine Entscheidung. Allerdings kann ich mit absoluter Sicherheit feststellen, dass ohne den großen Einsatz des aktuellen Präsidiums einige Dinge noch nicht so weit wären wie sie sind. Die Unterstützung aus den Reihen der aktiven Mitgliedschaft ist und war der Wahnsinn. Allerdings und das muss man kritisch anmerken, sind es am Ende immer wieder gleichen Verdächtigen die etwas machen. Die machen das mit Freude, doch wäre es einfach schön, wenn jeder mal etwas machen würde. Falke lebt durch seine aktive Mitgliedschaft.

 

“Streiten lernen!” Evtl. erinnert sich der ein oder andere noch an diese Worte. Ich habe sie genutzt in meiner Vorstellungsrede bei meiner 1.Kandidatur. Es war und ist mir unglaublich wichtig, dass wir lernen miteinander zu streiten. Ja streiten bedeutet meist etwas Unangenehmes, aber man kann auch etwas daraus mitnehmen. Wenn ich euch heute erzähle, dass wir innerhalb des Präsidiums auch mal gestritten haben, glaubt man das kaum. Es war aber so und das hat uns unglaublich gut getan und viele Magengeschwüre verhindert.  Gleiches gilt aber auch für den überwiegenden Teil unserer Mitgliedschaft. Nichts desto trotz gibt es auch ein paar Menschen in unserem Verein, bei denen ich mit meinem Latein am Ende bin. Ich bin da einfach menschlich enttäuscht.

 

Sportlich hat uns das Ganze im positiven Sinne überrannt. Es wurden 3 von 3 möglichen Meisterschaften & Aufstiege eingefahren. Gerade bei Falke 1 war der große Wille die Region mit dem K in der Spielklasse so schnell wie möglich zu verlassen sehr groß. Die Erwartungshaltung war auch innerhalb des Vereins da, aber und das darf man bei allem Willen zum Erfolg nie vergessen. Wir sind eine Amateurverein und da spielt der Verein nicht immer die 1.Geige. Das Interesse von Spielern an Falke ist ungebrochen doch es muss passen. Passen zum Verein, aber auch passen zum Team. Und um die genau diese Spieler zu finden bedarf es auch Zeit, das bedeutet dann z.B. auch das man sich das 4.Spiel an einem Wochenende auf irgendeinem Platz ansieht und lieber ein Gespräch zuviel als zuwenig geführt wird. Unsere Trainer und Obmänner sind da super aktiv und ich freue mich, dass per 01.12. mit Stoffi und Danny weitere Leute das Team der sportlichen Leitung vervollständigen.

 

Bleiben wir noch kurz beim Sportlichen. Ich war dann doch verwundert als ich hörte, dass Oberliga nie das Ziel des Verein gewesen wäre. Es war und es ist das Ziel. Witzigerweise habe ich gerade die Tage die Videoaufnahme von unserer MV in der Uni gesehen und dort wurde genau das von Mongo gesagt. Oberliga ist mein Ziel ohne wenn und aber. Wie wir dort hinkommen ist klar, mit 2 Aufstiegen :-). Wie der Verein das finanzieren will und wird ist noch nicht klar, aber daran wird das neue Präsidium sicherlich arbeiten. Und hier ist dann auch wieder die Mitgliedschaft gefordert, bringt euch ein. Fragt nach! Bringt Ideen ein! Macht mit. Aber habt auch Geduld. Kein Verein hat sich von heute auf morgen entwickelt. Und das gilt nicht nur für den sportlichen Teil!

 

Zu guter letzt möchte ich DAZKE sagen. DAZKE –

an Mongo, der mir am 25.05.2014 die Frage gestellt hat: “Und was machen wir jetzt?”

an Schwan, der das Amt aus Zeitgründen abgelehnt hat und mich ermutigt hat die Verantwortung zu übernehmen. Auch wenn du für dich entschieden hast einen anderen Weg zu gehen, sollst du wissen, dass du immer bei uns willkommen bist.

an die 21 anderen die mir dieses Amt eingebrockt haben.

an Danny, du bist und bleibst der beste Ex-Mann der Welt.

an Frank, der beste Vize von Welt.

an Karin, kaum jemand sagt mir so wunderbar ungefiltert die Meinung.

an Ossi, der immer für alles eine Erklärung hat.

an Inka, die mittlerweile eine wunderbare Freundin geworden ist und sich mein stundenlanges Lamentieren über irgendein Problem bei Falke anhört.

an Nicky, der einzige Mann der vor Falke steht.

an Möller, für ein Getränk und Korrekturlesen meiner Schachtelsätze…

an Christian, für Nutellabrot, Whiskey und das offene Ohr und ehrliche Feedbacks

an Carsten, der das heimliche Falkemobil fährt und einfach immer anpackt.

an Stephi, die den Grundstein bei den Fleißigen Falken gelegt hat.

an Daniel, der zum Glück kein Basketballspieler geworden ist.

an Helle, der in diesem Verein mehr ist als ein Trainer.

an NKB, für die Ausbildung im Fach Amateurfußball – Gewusst wie. Teil 1-10

an Stoffi, #lieblingshütchenaufsteller

an Angie L, der schon kurz nach der Gründung gesagt hat, dass er für Falke auflaufen will.

an Martin, der bei den 1.Spielen vor Aufregung immer um den Platz laufen musste und auch sonst oft einfach für mich da ist.

an Michi – Ich sag nur Schafe!

an all die vielen Anderen die ich hier nicht aufgezählt habe und die trotzdem immer da sind und einfach machen.

DANKE, es war mir eine Ehre!

 

Partner des HFC Falke e.V.: