Daniel Brehmer, Beisitzer

Daniel Brehmer, Kandidat für das Amt des Beisitzers 
 
Bitte stelle Dich kurz vor und sage uns, warum Du Dich für diesen Posten bewirbst.
Mein Name ist Daniel Brehmer, ich bin 37 Jahre jung und gelernter Immobilienkaufmann.

 
Ich bewerbe mich zum Beisitzer des Präsidiums, da mich die Idee Falke seit der Gründung bis heute einfach nur begeistert.
 
Besonders der Zuspruch von Fans und Mitgliedern in der 1.Saison ließen mich staunen, denn mit einem Zuschauerschnitt von über 500 Fans pro Heimspiel hätte ich nie gerechnet. Von Beginn an hatte man das harmonische Miteinander zwischen Fans und Spieler gefühlt, alles war super familiär. Das muss auch in Zukunft wieder mehr gepflegt werden, da die Zuschauerzahlen augenscheinlich zurückgehen, obwohl es sportlich bergauf geht. Sicherlich ist der der Anfangshype etwas verflogen, aber wir müssen es schaffen wieder mehr Interessierte an die Waidmannstr. zu locken und auch zu halten.
 
Durch meine nun fast 20 Jahren aktiven Zeit als Spieler im Amateurfußball, erhoffe ich unter anderem, meine Erfahrung , Perspektive und Bedürfnisse aus Sicht der Spieler im Präsidium einzubringen.
 
Ein Ehrenamt benötigt Zeit und bin bereit diese aufzubringen – durch meine Selbstständigkeit kann ich meine Zeit etwas flexible gestalten und zum Beispiel auch Termine bei Ämtern tagsüber wahrnehmen.

 
Rückblick.
Wie bewertest Du die Entwicklung des HFC Falke seit Gründung 2014?
Kannst Du konkrete Dinge nennen, die dabei positiv und negativ waren?
Die Entwicklung des HFC Falke seit Gründung 2014 begann mit großen Schritten. Obwohl es noch keine Fußballmannschaft gab, stiegen die Mitgliederzahlen rasant an, weil jeder ein Teil des Ganzen sein wollte. Die 1.Saison in der Kreisklasse war ein euphorisches und aufregendes Jahr. Obwohl man als Spieler dachte, dass es für die Fans und Mitglieder bei den einseitigen Partien irgendwann langweilig werden muss, kamen im Schnitt über 500 Fans zu den Heimspielen und nach den Spielen wurden die Siege von Spielern und Fans gemeinsam ausgiebig im Clubheim gefeiert. Auch auswärts konnte man immer mit großer Unterstützung rechnen. Einfach ein tolles Erlebnis. Nicht zu vergessen das Highlight gegen Buchholz im Pokal. Angefangen mit dem Überraschungsbesuch einiger Fans mit Bengalos beim Abschlusstraining, bis hin zum überragenden Auftritt der Mannschaft beim Pokalfight -getragen von unseren Fans- was mit einem unglücklichen Aus in der Schlussphase endete. Weitere Spiele wie gegen BW 96 Schenefeld und einige andere, die ewig in der Erinnerung hängen bleiben werden.
 
Nach der ersten Meisterschaft ging es eine Liga hoch in die Kreisliga. Sportlich gesehen wurde es attraktiver, aber man merkte bereits einen leichten Rückgang der Zuschauer. Auf dem Platz wurde es schwieriger und man stolperte das eine oder andere Mal und ließ wichtige Punkte liegen. Abseits des Platzes kam irgendwann die Diskussion nach Aufwandsentschädigungen für unsere Spieler auf, was zu einem Bruch zwischen einigen Mitgliedern führte. Ich finde das sehr schade! Trauriger Höhepunkt war dann das Wegdrehen von einigen eigenen Fans nach einem Heimspiel. Ob es sich hierbei um ein Kommunikationsproblem oder sonstigen Gründen handelte, möchte ich nicht drüber urteilen.
 
Es ist eine Ehre für den HFC Falke zu spielen, aber nur mit Ehre wird man langfristig keinen sportlichen Erfolg bis hin zur Oberliga oder gar höher haben. Gerade für talentierte Fußballer, die noch zur Schule gehen oder studieren,  ist eine kleine Aufwandsentschädigung unumgänglich. Während andere nebenberuflich arbeiten gehen, sind unsere Spieler beim Training….
Mich hat diese Diskussion nicht gestört, allerdings kann ich manches Unverständnis nicht ganz nachvollziehen.
 
Sehr positiv und einzigartig empfinde ich, dass so viele Mitglieder ehrenamtlich mit anpacken und somit ihren Beitrag für den Verein leisten. Ob beim Merchandising, Kartenverkauf, Einlasskontrollen, Ordner, Cider-Verkauf, Betreuen und sonstige unzähligen Helfern, die Ihre Freizeit opfern, um den HFC Falke zu unterstützen. Auch die Möglichkeit zur Gründung eines Arbeitskreises finde ich toll und sollte weiter gefördert werden. Neben dem Vorantreiben des Vereins wird dadurch auch das Miteinander der Mitglieder gepflegt. Sowas habe ich in meiner langen Laufbahn noch nicht erlebt und kennengelernt.
 
Hier und jetzt.
Warum bist Du die richtige Person für den Posten und warum sollte man Dich wählen?
Ich denke ich bin für den Posten die richtige Person, weil ich bei diversen anderen Amateur-Fußballvereinen gespielt habe und dadurch weiß, wie es in anderen Vereinen abläuft. Ich weiß wie Fußballer denken und hoffe diese Denkweise in die Runde des Präsidiums mit einzubringen. Das jetzige aufgestellte Präsidium kommt eher aus der Fanszene, wie auch die meisten Mitglieder, hauptsächlich aus dem Profifußball, aber das ist nicht gleichzusetzen mit Amateurfußball. Ich denke das Präsidium wird dadurch breiter aufgestellt und es ergibt sich eine gesunde bunte Mischung aus allen Bereichen. Für mich dagegen ist das Thema Vereinsführung Neuland und dadurch erhoffe ich mir einen regen positiven Diskussionsaustausch, der den Verein weiter voranbringt.
 
Mir ist bewusst, dass die Amtsausführung viel Zeit in Anspruch nimmt und nicht nebenher läuft, aber durch meine Selbstständigkeit im Beruf, bin ich flexibel, und kann mir die Zeit einteilen und werde die nötige Zeit auch aufbringen, um mich aktiv ins Geschehen einzumischen.
 
Ausblick.
Hast Du Pläne oder Visionen, die Du persönlich im Verein vorantreiben möchtest?
Wo siehst Du Falke in ein paar Jahren? Allgemeine Einschätzung und persönlicher Wunsch.
Ein Traum für den Verein wäre es, wenn wir in absehbarer Zeit eine eigene Spielstätte hätten, auf dieser findet dann der Spielbetrieb als auch Trainingsbetrieb aller Herren- und Jugendmannschaften statt. Ein eigenes Clubheim – mit unserem Logo! Eine Geschäftsstelle, Raummöglichkeiten in denen Klamotten gewaschen und gelagert werden können und unsere Spieler nur noch mit Kulturtasche zum Training kommen. Bestenfalls werden dort wie beschrieben auch unsere Heimspiele ausgetragen, dazu muss die Anlage aber ein ähnliches heimisches Gefühl wie bei Union hervorrufen, denn die Anlage ist mir persönlich echt ans Herz gewachsen. Aber das sind Visionen und ich bin mir der Schwierigkeit dieser Umsetzung bewusst. 
 
Ich habe zudem den Wunsch ein eigenes Hallenturnier im Winter auszutragen. Zum einen überbrückt man die Winterpause und zum anderen wird Falke noch bekannter.
 
Ein weiterer Punkt ist, dass Falke weiter wächst. Gesund wächst! Hierfür müssen wir auf Schulen oder sonstigen Einrichtungen zugehen und auch mal Freikarten verteilen. Diese werden dann durch die tolle  Heimatmosphäre bei den Spielen begeistert sein und kommen wieder. Zugleich könnte das Synergieeffekte für die zukünftige Gründung der Jugendmannschaften haben. Zudem ist es mir wichtig, dass die Spieler, Mitglieder und Fans wieder näher zusammenrücken. Sei es durch Veranstaltungen oder  Aktionen, wir müssen zusammenrücken!
 
Mein persönlicher Wunsch – was auch meine allgemeine Einschätzung widerspiegelt – dass der HFC Falke in den kommenden Jahren in der höchsten Spielklasse Hamburgs spielt und sich da auch etablieren wird. Sollte es sportlich auf Grund der Tabellensituation noch weiter hoch gehen können, dann müssen wir dazu Ideen und Pläne in der Schublade haben. Wir müssen als Verein gemeinsam entscheiden wie der weitere Weg aussehen könnte. Aber bis dahin steht noch viiiiiiel Arbeit an und dazu habe ich richtig Lust.
 

 

Partner des HFC Falke e.V.: