Regeländerungen zur Saison 2018/2019

 

Die WM läuft noch, dennoch haben sich schon die ersten Konsequenzen daraus für den Amateurfußball in Hamburg ergeben: Es gibt zur Saison 2018/2019 ein paar kleine aber wesentliche Änderungen der Regeln.

 

Der Verbands Schiedsrichter Ausschuß (VSA) Lehrwart Frank Behrmann hat auf der Seite des HFV ausführlich zu den Änderungen Stellung genommen.
Hier eine Zusammenfassung, was sich geändert hat:

  • Die Wettbewerbsbestimmungen können eine zusätzliche Auswechslung in der Verlängerung zulassen
  • Trinkpausen dürfen nicht länger als eine Minute dauern
  • Die Sperre nach 5 x Gelb und Gelb/Rot gilt jetzt im kompletten Erwachsenenbereich
  • Die Unterziehklamotten müssen gleichfarbig zum Trikot / zur Hose sein (laut Regelwerk)
  • Ein Nachtragen von Spielern ist nur noch bis zum Spielbeginn möglich
  • Beißen wurde in die Liste der Vergehen aufgenommen, die mit einem direkten Freistoß und einem Feldverweis geahndet werden.
  • Das Werfen eines Gegenstandes in Richtung des Balles wie auch das Treffen des Balles mit einem Gegenstand in der Hand werden mit einem direkten Freistoß geahndet (gelten nicht mehr als Handspiel).
  • Ein Spieler muss einen Einwurf stehend ausführen (knien, sitzen etc. sind nicht zulässig).
  • Entscheidet der SR beim Vereiteln einer offensichtlichen Torchance auf Vorteil, wird der fehlbare Spieler verwarnt, unabhängig davon, ob danach ein Tor erzielt wurde oder nicht.
  • Ein Spieler, der das Spielfeld wegen seiner Ausrüstung verlässt und ohne Erlaubnis wieder betritt und ins Spielgeschehen eingreift, wird mit einem direkten Freistoß (oder Strafstoß) bestraft.
  • Kleine, tragbare Elektro- oder Kommunikationsgeräte dürfen in der technischen Zone eingesetzt werden, sofern dies zu Taktik- oder Coachingzwecken oder zum Wohl der Spieler geschieht.
  • Halle: Nimmt der Torwart oder die Torhüterin den Ball aus dem laufenden Spiel heraus mit den Händen auf, kann er oder sie den Ball uneingeschränkt ins Spiel bringen. Aus einem Abwurf darf direkt kein Tor erzielt werden.
  • Halle, Ersatzbank: Ein Mannschaftsverantwortlicher / eine Mannschaftsverantwortliche darf hinter der Ersatzbank stehen.

 

Unser Schiedsrichter Obmann kommentiert dies wie folgt:

Also zur Sperre will ich sagen, dass ich das nicht schlecht finde. Vielleicht hilft dies, in den unteren Herrenklassen vor allem das Reklamieren etwas einzudämmen. Ich würde mir allerdings lieber eine 5-Minuten-Zeitstrafe wie im Jugendbereich wünschen.  Die gelbe Karte bei der Vereitelung einer offensichtlichen Torchance nach Vorteil finde ich folgerichtig: Wenn ein verwarnungswürdiges Foul im Mittelfeld mit Vorteil nachträglich mit Gelb geahndet wird, dann sollte dies auch bei der beschriebenen Situation genauso behandelt werden. Eine Notbremse wird ja weiterhin mit Rot bestraft. Die zusätzliche Auswechslung in der Verlängerung ist sehr sinnvoll, genauso wie die Trinkpausen. Die begrenzte Länge ist natürlich ebenfalls sinnvoll, kann ja sonst leicht missbraucht werden. Zu den Unterziehklamotten denke ich, dass die in den unteren Klassen mit Augenmaß bewertet werden muß. Nicht jeder Spieler hat das Geld so locker sitzen, dass er sich ein entsprechenden Unterzieher in den Farben der Trikots kaufen kann. Den Vereinen sitzt das Geld ja ebenfalls nicht locker in den Taschen.  Diese Regelung finde ich etwas überzogen. In der Praxis macht es für mich keinen großen Unterschied, ob jemand grüne Stutzen und schwarze Bänder trägt.

Allgemein denke ich, dass es abzuwarten bleibt, wie die neuen Regeln in der Praxis umgesetzt wird.

 

Schauen wir also, wie sich die Anpassungen der Regeln tatsächlich auf den Spielbetrieb auswirken werden. Vor allem sollten wir immer bedenken, dass ein Spiel ohne Schiedsrichter nicht stattfindet. Der respektvolle Umgang hierbei ist für uns immer noch das A und O.